Marcin Wietrzykowski · GeoNova3D
Stand: November 2026

Kurz gesagt: Für eine einzelne Wohnung genügt oft ein Handaufmaß. Bei verwinkelten Gebäuden, Hallen, Umbauten mit Höhen und Schnitten oder wenn die Daten später weiterverwendet werden sollen, ist ein digitales Gebäudeaufmaß per Laserscan die bessere Grundlage. Die Entscheidung hängt weniger vom Gerät ab als davon, was Sie am Ende brauchen.

Punktwolke einer Halle als Grundlage für Bestandspläne aus Laserscan

Drei Verfahren im Überblick

Der Vergleich im Alltag

KriteriumHandaufmaßTachymeterLaserscan
Erfasst wirdnur die gemessenen Maßeausgewählte Punktedie gesamte sichtbare Geometrie
Nachmessen späternur mit neuem Terminnur mit neuem Terminam Rechner aus der Punktwolke
Höhen und Schnitteaufwendig, nur an gemessenen Stellengut an gemessenen Punktenan jeder beliebigen Stelle schneidbar
Verwinkelte RäumeAufwand steigt schnellAufwand steigt mit der Zahl der Standpunktenur wenige zusätzliche Standpunkte
Sinnvoll beieinzelner Wohnung, einfachem GrundrissFassaden, Achsen, EinzelpunktenUmbau, Halle, Denkmal, komplexen Gebäuden

Wann welches Verfahren sinnvoll ist

Eine Preisorientierung finden Sie in unseren Beiträgen zu Bestandsplan Kosten und 3D-Laserscanning Kosten.

Flächen nach WoFlV oder DIN 277

Wer ein Aufmaß für Vermietung, Verkauf oder Förderung braucht, sollte vorab klären, nach welcher Berechnung gerechnet wird. Die Wohnflächenverordnung (WoFlV) ist für öffentlich geförderten Wohnraum verpflichtend. Bei frei finanziertem Wohnraum ist sie nicht zwingend, gilt aber als Methode erster Wahl, an der sich Gerichte im Streitfall regelmäßig orientieren. Alternativ wird die DIN 277 verwendet, die in der Regel zu größeren Flächen führt.

Aus den Messdaten lassen sich Flächen nach beiden Berechnungsweisen ableiten. Wichtig ist, dass vor dem Auftrag festgelegt wird, welche gelten soll.

Was Sie am Ende bekommen

Aus dem Scan entstehen Grundrisse, Schnitte, Fassadenansichten, die Punktwolke (E57, RCP) und auf Wunsch ein BIM-Modell. Mehr dazu finden Sie auf den Leistungsseiten zum 3D-Gebäudeaufmaß, zu Bestandsplänen aus Laserscan und zu Scan-to-BIM.

Grundriss aus dem 3D-Laserscan als Bestandsplan für die Vorfertigung

Häufige Fragen

Kann ich nach dem Termin noch etwas nachmessen lassen?

Beim Laserscan ja: Maße, die erst später gebraucht werden, lassen sich aus der Punktwolke nachmessen, ohne dass ein zweiter Termin vor Ort nötig ist.

Welches Verfahren ist das genaueste?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn die Genauigkeit hängt von Gerät, Objekt und Auswertung ab. Den Detailgrad legen wir vor Messbeginn gemeinsam mit Ihnen fest.

Muss ich mich vorab für ein Verfahren entscheiden?

Nein. Sie beschreiben Objekt und Ziel, wir schlagen das passende Verfahren vor.

Quellen: ista, Wohnflächenverordnung (WoFlV); ImmoScout24, DIN 277 und Wohnflächenverordnung; Buck Vermessung, Gebäudeaufmaß.

Aufmaß geplant?

Beschreiben Sie Objekt und Ziel. Wir schlagen das passende Verfahren vor und legen den Detailgrad mit Ihnen fest.

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