Kurz gesagt: Eine Leitungsvermessung ist erst dann vollständig, wenn aus den Rohdaten eine strukturierte Bestandsdokumentation wird. GeoNova3D baut diese Struktur einmal richtig auf – und liefert daraus Bestandspläne, Aufmaße, Abrechnungsgrundlagen und Materialauswertungen, ohne dieselben Daten mehrfach zu erfassen.

Bei Bau- und Infrastrukturprojekten mit Kabeln, Rohrleitungen und Leerrohren reicht es nicht aus, die verlegten Leitungen einfach nur einzumessen. Die Messdaten müssen anschließend so aufbereitet werden, dass daraus nachvollziehbare Bestandspläne, Aufmaße, Abrechnungsgrundlagen und vollständige Bestandsdokumentationen entstehen.
GeoNova3D unterstützt Tiefbauunternehmen, Generalunternehmer und Projektleitungen bei der Leitungsvermessung in Niedersachsen und NRW – von der laufenden Vermessung auf der Baustelle über die strukturierte Datenaufbereitung bis zur fertigen Dokumentation für Auftraggeber und Netzbetreiber.
Dabei geht es nicht nur um einzelne Messpunkte. Ziel ist eine Datenstruktur, die während des gesamten Projekts weiterverwendet werden kann.
Leitungen müssen vermessen werden, bevor sie verschwinden
Bei unterirdischen Versorgungsleitungen ist der richtige Zeitpunkt entscheidend.
Kabel, Leerrohre, Wasserleitungen oder Gasleitungen sollten vermessen werden, solange sie im offenen Graben sichtbar und eindeutig identifizierbar sind. Wer schon einmal vor einem frisch verfüllten Graben stand und im Nachhinein rekonstruieren musste, was genau darunter liegt, kennt das Problem: Nacharbeiten sind aufwendig, teuer – und in vielen Fällen schlicht nicht mehr möglich.
Deshalb stimmen wir die Vermessung möglichst direkt mit dem Bauablauf ab.
Je nach Leitungsart und Projekt gehört dazu üblicherweise:
- Leitungs- und Kabelverläufe
- Leerrohre und Rohrverbände
- Schächte
- Muffen und Verbindungen
- Armaturen und Schieber
- Hauseinführungen und Anschlüsse
- Querungen und Bohrungen
- Verlegetiefen
- charakteristische Punkte und Höhen
- Änderungen gegenüber der Planung
Eine gut vorbereitete Codierung im Messgerät sorgt dafür, dass die Daten bereits im Feld eindeutig zugeordnet werden können.
So wird aus einem einfachen GNSS-Aufmaß eine strukturierte Grundlage für die spätere Bestandsdokumentation.
Ein GNSS-Empfänger allein löst das Problem nicht
Viele Bauunternehmen verfügen inzwischen über eigene GNSS- oder GPS-Messtechnik. Damit lassen sich Punkte und Leitungsverläufe schnell und präzise aufnehmen.
Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch häufig erst danach.
Aus den Rohdaten müssen Informationen entstehen, die Projektleitung, Auftraggeber und Abrechnung tatsächlich verwenden können: Welche Leitung liegt auf diesem Abschnitt, welcher Rohrtyp wurde verbaut, wie viele Rohre liegen im Verband, welche Länge wurde tatsächlich gebaut? Dazu kommen Fragen, die oft erst bei der Abgabe auffallen – welche Verlegemethode dokumentiert werden muss, welchem Bauabschnitt ein Abschnitt zugeordnet ist, und in welchem Format der Auftraggeber die Daten für CAD oder GIS erwartet.
Genau hier liegt bei größeren Infrastrukturprojekten oft der größte Aufwand – nicht beim Messen selbst, sondern beim Danach.
Strukturierte Leitungsdokumentation statt einfacher Linienzeichnung
Ein Leitungsverlauf im CAD-Plan ist zunächst nur eine Linie.
Für eine professionelle Bestandsdokumentation von Versorgungsleitungen braucht es deutlich mehr Informationen.
Bei GeoNova3D bekommt jeder Leitungsabschnitt deshalb einen eigenen Attributsatz – je nach Projekt zum Beispiel:
- Leitungstyp
- Kabeltyp
- Rohrtyp
- Rohranzahl
- Nennweite
- Verlegemethode
- Bauabschnitt
- Messdatum
- Trassenlänge
- Rohrlänge
- Bohrungslänge
- Verlegetiefe
- Oberfläche
- Bemerkungen
Die Daten können unter anderem in QGIS strukturiert und mit Orthofotos, Planungsunterlagen oder weiteren Geodaten kombiniert werden.
Dadurch entsteht nicht nur ein Bestandsplan, sondern eine digitale Datengrundlage für das gesamte Projekt.
Einmal erfassen – mehrfach nutzen
Der größte Vorteil einer sauberen Datenstruktur liegt darin, dass dieselben Messdaten für verschiedene Aufgaben verwendet werden können.
Aus einer strukturierten Leitungsvermessung lassen sich beispielsweise ableiten:
Bestandspläne für Auftraggeber, Bauleitung oder Netzbetreiber.
Aufmaße für ausgeführte Leitungs- und Tiefbauarbeiten.
Abrechnungsgrundlagen für Generalunternehmer und Nachunternehmer.
CAD-Unterlagen als DWG oder DXF für weitere Planung und Dokumentation.
GIS-Daten für QGIS und andere Geoinformationssysteme.
Mengenauswertungen für verlegte Rohr- oder Leitungslängen.
Baufortschritt nach Abschnitt, Datum oder Leitungstyp.
Damit müssen Informationen nicht mehrfach erfasst oder später mühsam aus verschiedenen Plänen, Tabellen und Notizen zusammengesucht werden.
Regelmäßige Aufmaße für Tiefbau und Infrastrukturprojekte
Bei größeren Baustellen erfolgt die Abrechnung häufig nicht erst am Projektende.
Generalunternehmer und Nachunternehmer benötigen regelmäßig aktuelle Aufmaße über die tatsächlich ausgeführten Arbeiten.
GeoNova3D kann die Vermessung deshalb projektbegleitend durchführen. Je nach Bauablauf sind zum Beispiel wöchentliche oder abschnittsweise Aufmaße möglich.
Die aktuellen Messdaten können anschließend nach verschiedenen Kriterien ausgewertet werden:
- ausgeführte Trassenlänge
- verlegte Rohrlänge
- Anzahl der Leerrohre
- Leitungsart
- Verlegemethode
- Bauabschnitt
- Bohrungen und Querungen
- Materialmengen
So erhält die Projektleitung eine nachvollziehbare Grundlage für Abrechnung und Fortschrittskontrolle.
Materialmengen und Baufortschritt aus denselben Daten auswerten
Eine strukturierte Leitungsdatenbank kann mehr leisten als klassische Vermessungspläne.
Wenn Rohrtypen, Rohranzahl und Leitungsabschnitte bereits eindeutig erfasst sind, können daraus auch Materialmengen abgeleitet werden.
Ein Beispiel: Ein Leitungsabschnitt ist 250 Meter lang und besteht aus drei parallel verlegten Leerrohren. Aus den Vermessungsdaten lassen sich dadurch sowohl die Trassenlänge als auch die tatsächlich verbaute Rohrlänge auswerten.
Gerade bei größeren Projekten kann die Projektleitung so schneller erkennen:
- wie viel Material bereits eingebaut wurde
- welche Abschnitte fertiggestellt sind
- welche Mengen noch fehlen
- wie sich Baufortschritt und Materialverbrauch entwickeln
Damit werden Vermessungsdaten gleichzeitig zu einem Werkzeug für Projektkontrolle und Abrechnung.
Leitungsvermessung für Kabel, Wasser, Gas und Glasfaser
Unsere Arbeitsweise ist nicht auf einen bestimmten Leitungstyp beschränkt. GeoNova3D unterstützt unter anderem Projekte aus folgenden Bereichen:
Strom und Energie
Vermessung von:
- Mittelspannungskabeln
- Niederspannungskabeln
- Kabelschutzrohren
- Leerrohrtrassen
- Steuer- und Kommunikationsleitungen
- Kabelquerungen und Bohrungen
Glasfaser und Telekommunikation
Dokumentation von:
- Glasfaser-Leerrohren
- Rohrverbänden
- Kabelschächten
- Muffen
- Verteilern
- Hausanschlüssen
Wasserversorgung
Bestandsvermessung von:
- Wasserleitungen
- Armaturen
- Schiebern
- Hydranten
- Anschlüssen
- Schächten
Gasversorgung
Vermessung und Dokumentation von:
- Gasleitungen
- Armaturen
- Anschlüssen
- Querungen
- charakteristischen Leitungspunkten
Die Datenstruktur wird dabei an die Anforderungen des jeweiligen Projekts und Auftraggebers angepasst.
Vom Feld bis zum fertigen Bestandsplan
GeoNova3D kann je nach Projekt einzelne Arbeitsschritte oder den gesamten Prozess übernehmen:
- Abstimmung der Anforderungen und vorhandenen Spezifikationen
- Vorbereitung von Messcodes und Datenstruktur
- Vermessung auf der Baustelle
- Kontrolle und Aufbereitung der Messdaten
- Zuordnung zusätzlicher Attribute
- Aufmaß und Mengenauswertung
- Erstellung von CAD- und GIS-Daten
- Erstellung von Bestandsplänen und Dokumentationen
- Vorbereitung der Daten für Auftraggeber oder Netzbetreiber
Die Ausgabe kann je nach Anforderung beispielsweise als PDF-Bestandsplan, DWG, DXF, QGIS-Projekt, GIS-Datensatz, Excel- oder CSV-Auswertung, KMZ/KML oder Orthofoto mit Leitungsdaten erfolgen.
Leitungsvermessung Niedersachsen und NRW im Überblick
GeoNova3D mit Sitz in Nordhorn unterstützt Bau- und Infrastrukturprojekte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Besonders bei länger laufenden Projekten mit regelmäßigem Vermessungsbedarf kann eine einheitliche Datenstruktur von Beginn an viel Zeit sparen.
Statt am Projektende einzelne Messungen, Excel-Tabellen, Fotos und CAD-Dateien zusammenzuführen, entsteht die Dokumentation Schritt für Schritt parallel zum Baufortschritt.
PROJEKT ZU DIESEM THEMA?
Sie planen ein Projekt mit vielen Leitungen, Kabeln oder Leerrohren? Schildern Sie uns kurz die Aufgabe – wir sagen Ihnen, welche Daten wir im Feld aufnehmen, wie wir sie strukturieren und in welchem Format Sie die fertige Bestandsdokumentation erhalten.
